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Spielzeugfreie Zeit

Die spielzeugfreie Zeit findet in der Kinderkiste einmal im Jahr für die Dauer von etwa sechs bis acht Wochen statt. Gemeinsam mit den Kindern wird alles Spielzeug nach und nach in den Urlaub geschickt, bis nur noch das Mobiliar, Kissen, Tücher und Kisten übrig bleiben. Ist das Spielzeug weg, kann das Spiel beginnen: Der Tisch wird zum Schiff, die Stühle zu Inseln im Meer und die Regale zu Kojen.

Ohne die vordefinierten Spielsachen lassen die Kinder eigene Spiele und Spielwelten entstehen. Durch die besondere Spielsituation entstehen verstärkt Rollenspiele, die den Kindern Gelegenheit bieten, sich selbst in unterschiedlichen Rollen zu erleben und auszuprobieren. Die ErzieherInnen nehmen die Rolle von BeobachterInnen und BeraterInnen ein. Sie bringen sich nur ein, wenn sie von den Kindern aktiv einbezogen werden oder es aus Gründen der Sicherheit notwendig ist. Dabei werden die Kinder vor die Herausforderung gestellt, eigene Regeln und Regelungen auszuhandeln und für sich selbst und andere einzustehen. Weil sie sich nicht in die vorgefertigte Spielzeugwelt flüchten können, werden sie angeregt, sich Konflikten zu stellen und Langeweile durch eigene Phantasie zu überwinden.

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